Der Motor muss von einer autorisierten professionellen Kfz-Werkstatt nach den technischen Vorgaben und Arbeitsabläufen des jeweiligen Herstellers eingebaut werden.
Arbeitsnachweis
Die ausführende Werkstatt muss eine auf den Käufer ausgestellte Rechnung oder Quittung vorlegen, in der Arbeitsleistung sowie sämtliche verwendeten Neuteile und Betriebsflüssigkeiten genau aufgeführt sind.
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Pflichtarbeiten vor Einbau und Inbetriebnahme
Vor dem ersten Start des gelieferten Antriebsaggregats muss die Werkstatt sämtliche nachstehenden Arbeiten durchführen.
A. Prüfung und Austausch des Steuertriebs
Neuer Steuertrieb-Satz: Unmittelbar vor dem Einbau ist der komplette Steuertrieb zwingend zu prüfen und zu erneuern: Zahnriemen oder Steuerkette einschließlich Spanner, Führungsrollen, Zahnräder und Wasserpumpe, abhängig vom Motortyp.
Steuerzeiten: Die Steuerzeiten sind mit den dafür vorgesehenen Arretierwerkzeugen des Herstellers zu prüfen und korrekt einzustellen.
B. Austausch von Betriebsflüssigkeiten und Filtern
Neue Flüssigkeiten: Den Motor mit frischem Motoröl nach Herstellerspezifikation befüllen und das Kühlsystem mit neuem Kühlmittel füllen.
Kompletter Filtersatz: Ölfilter, Kraftstofffilter und Luftfilter müssen ausnahmslos erneuert werden.
C. Befüllen und Entlüften des Ölsystems
Vor einem Probestart muss die Hauptölleitung mit Öl gefüllt und das Schmiersystem vollständig entlüftet sein. Eines der folgenden beiden Verfahren ist anzuwenden.
Variante 1
Professionelles Verfahren
Mit einem externen Druckbehälter Öl über einen Gewindeanschluss des Druckschmiersystems in den Motor fördern, etwa über einen vom Hersteller vorgesehenen Ölkanalverschluss oder den Anschluss des Öldrucksensors. So lange pumpen, bis Öl an den von der Ölpumpe am weitesten entfernten Schmierstellen austritt, gewöhnlich an den Nockenwellenlagern oder Kipphebeln. Den Motor während des Befüllens von Hand in normaler Drehrichtung drehen. Der Ölstand im Vorratsbehälter darf nicht unter die Mindestmarke fallen; wird Luft angesaugt, ist das gesamte Verfahren zu wiederholen.
Variante 2
Standardverfahren
Öl nach Herstellervorgabe einfüllen und einen neuen Ölfilter montieren. Die Kurbelwelle von Hand im Uhrzeigersinn drehen oder den Motor bei unterbrochener Kraftstoffzufuhr mit dem Anlasser durchdrehen, bis Öl am höchsten Schmierpunkt austritt, etwa an den Kipphebeln, am Ölzulauf des Turboladers oder am Anschluss des Öldrucksensors im Zylinderkopf.
Der Motor darf erst gestartet werden, wenn am höchsten Schmierpunkt tatsächlich Öl austritt.
D. Entlüften des Kühlsystems
Nach dem Befüllen mit neuem Kühlmittel ist das Kühlsystem vollständig und fachgerecht zu entlüften, damit sich keine Luftpolster bilden und der Zylinderkopf nicht überhitzt.
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Erststart und obligatorische Videoaufnahmen
Die einbauende Werkstatt muss durch Videoaufnahmen dokumentieren, dass die vorgeschriebenen Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Die Aufnahmen sind Voraussetzung für die Bearbeitung einer Reklamation.
1
Video des Ölsystems: Aufnahme des Befüllens und Entlüftens, auf der vor dem Start der Ölaustritt am höchsten Schmierpunkt zu sehen ist.
2
Video des Kühlsystems: Aufnahme der Entlüftung während des Erststarts und des Warmlaufs des Motors.
3
Computergestützte Diagnose: Nach Erreichen der Betriebstemperatur einen vollständigen ECU-Diagnosescan durchführen und das Fehlerprotokoll aufbewahren.
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Unbedingte Verbote und Einschränkungen
Schutz von Sicherungslack und Plomben
Weder Käufer noch Werkstatt dürfen den Sicherungslack an Schrauben, Verbindungen und Verschraubungen oder die am Motor angebrachten physischen Plomben verletzen, entfernen, beschädigen oder verändern.
Verbot eigenmächtiger Reparaturen und Änderungen
Ohne vorherige schriftliche oder per E-Mail erteilte Zustimmung des Verkäufers dürfen Motorblock und Zylinderkopf nicht zerlegt beziehungsweise abgenommen, keine Reparaturen durchgeführt, keine tragenden Bauteile gelöst und keine Änderungen vorgenommen werden.
Verbot von Chiptuning
Der Motor darf nicht mit nicht lizenzierter oder veränderter ECU-Software betrieben werden. Im Reklamationsfall kann der Verkäufer die Einsendung des Steuergeräts zur Prüfung verlangen.
Die Nichtbeachtung dieser Verbote kann zum Verlust der gesetzlichen Mängelrechte und zur Ablehnung der Reklamation führen.
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Für eine Reklamation erforderliche Unterlagen
Bei einer technischen Störung ist die Reklamation ausschließlich über das Reklamationsformular auf unserer Website einzureichen. Beizufügen sind zwingend:
Eine auf den Käufer ausgestellte Rechnung oder Werkstattquittung mit Aufstellung der Arbeitsleistung, Neuteile und eingefüllten Flüssigkeiten.
Videoaufnahmen vom Befüllen des Ölsystems und Entlüften des Kühlsystems.
Das Protokoll des ECU-Diagnosescans.
Eine Erklärung, dass Motoröl und Kühlmittel vor dem Versand des Motors auf einer Palette vollständig abgelassen wurden.
Für Flüssigkeitsaustritte während des Transports und daraus resultierende Speditionsgebühren haftet der Absender.